Offener Brief an die handelnden politischen Akteure in Brüssel und Berlin

Selbstbeschreibung

Der offene Brief repräsentiert eine Vielzahl von Finanzakteuren, Wissenschaftlern sowie Organisationen der Zivilgesellschaft und Kirche, die mit einer gewichtigen Stimme aus Deutschland dazu aufrufen, nachhaltige Themen in den aktuellen Gesetzgebungsverfahren möglichst weitgehend zu berücksichtigen. Die Unterzeichner des Briefes aus dem Finanzsektor repräsentieren ein Finanzvolumen von über 150 Mrd. Euro.


Der Beitrag bezieht sich auf diese Thesen des H4SF

These 1:Der Politik kommt eine impulssetzende Rolle als Gestalterin zu, die sie bislang noch nicht ausreichend wahrnimmt
These 2:Der Staat muss seine Vorbild- und Lenkungsfunktion zur konkreten Umsetzung einer Nachhaltigkeitsstrategie voll wahrnehmen
These 3:Nachhaltiges Finanzieren erfordert ein neues Verhältnis zwischen Staat und Finanzwirtschaft, das gesellschaftlichen Zielen und allgemeiner Integrität dient. Dies verlangt eine strategische Ausrichtung und Steuerung mit Indikatoren und Zielen
These 4:Es bedarf der Identifikation und Entwicklung geeigneter Instrumente, um die Infrastrukturen der Zukunft zu finanzieren
These 5:Das Wissen und die Kompetenzen um treuhänderische Pflichten und die spezifische Verantwortung in der Finanzwirtschaft ist weiterzuentwickeln
These 6:Die Finanzwirtschaft in Deutschland sollte einen sichtbaren Beitrag leisten, um die globalen Nachhaltigkeitsziele zu erreichen
These 7:Integriertes Nachhaltigkeitsmanagement sollte selbstverständlicher Bestandteil unternehmerischen Verhaltens aller Marktakteure sein
These 8:Eine gute Berichterstattung ist eine wichtige Grundlage zur Bewertung gesellschaftlicher Beiträge von Wirtschaft und Finanzindustrie. Qualität, Verfügbarkeit und Vergleichbarkeit der Daten sind deutlich auszubauen
These 9:Nachhaltigkeitsaspekte müssen Eingang finden in die Risikokultur der Finanzwirtschaft
These 10:Institutionelle Investoren sollten ihren Einfluss als Aktionäre aktiv und verantwortungsvoll ausüben

Die zehn Thesen des Hub for Sustainable Finance

Unser Beitrag zu Sustainable Finance

Ein breites Bündnis von Finanzakteuren, Wissenschaftlern sowie Organisationen der Zivilgesellschaft und der Kirche formuliert konkrete Forderungen an die handelnden politischen Akteure auf europäischer und deutscher Ebene. Es ist höchste Zeit, die notwendigen Schritte zur Erreichung des Pariser Klimaabkommens und den Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen (SDGs) nun auch in die Tat umzusetzen. Der Finanzindustrie kommt dabei eine Schlüsselrolle zu, denn Banken und Investoren haben mit der bewussten Steuerung von Geldströmen einen enormen Einfluss auf die nachhaltige Transformation der Gesamtwirtschaft und vieler gesellschaftlicher Rahmenbedingungen. Richtigerweise arbeiten sowohl die EU-Kommission als auch das Europäische Parlament aktuell an verschiedenen Gesetzgebungsinitiativen (wie dem „Action Plan: Financing Sustainable Growth“), die konkrete und weitreichende Vorschläge beinhalten, wie die Finanzwirtschaft ihren notwendigen und wichtigen Beitrag leisten und gleichzeitig zu Stabilität beitragen kann.

Ziel des offenen Briefes
Die Initiatoren und Unterzeichner dieses Briefes begrüßen die aktuelle Dynamik zum Thema Sustainable Finance. Sie sehen bereits eine Vielzahl von notwendigen und wichtigen Aspekten in den aktuellen Initiativen berücksichtigt, bei denen jeweils in den nächsten Wochen entscheidende Schritte anstehen. Daher werden die handelnden politischen Akteure auf europäischer sowie auf deutscher Ebene darin bestärkt, den eingeschlagenen Weg fortzusetzen und bereits angedachte, weitreichende Veränderungen nicht mehr aufzuweichen. Bei einigen wichtigen Punkten sehen sie allerdings noch zusätzlichen und dringenden Handlungsbedarf, da sie bislang noch nicht oder nicht ausreichend berücksichtigt wurden.

Den kompletten Brief mit allen Forderungen, die in der weiteren Umsetzung berücksichtigt werden sollten, finden Sie hier.