Betriebliche Altersvorsorge geht auch nachhaltig!

Selbstbeschreibung

Der größte Hebel einer Pensionskasse, eine nachhaltige Wirtschaft zu fördern, ist die Art und Weise, wie sie die ihr anvertrauten Gelder anlegt. Als Treuhänder unserer Versicherten und Mitglieder wollen wir das Geld sicher und nachhaltig zugleich anlegen und das Geld wirksam werden lassen. Wirksam am besten in Bereichen, die Lösungen für unsere gesellschaftlichen Probleme entwickeln. Wir tun dies in Übereinstimmung mit den UN PRI. https://www.hannoversche-kassen.de/kapitalanlage/nachhaltigkeit/


Der Beitrag bezieht sich auf diese Thesen des H4SF

These 3:Nachhaltiges Finanzieren erfordert ein neues Verhältnis zwischen Staat und Finanzwirtschaft, das gesellschaftlichen Zielen und allgemeiner Integrität dient. Dies verlangt eine strategische Ausrichtung und Steuerung mit Indikatoren und Zielen
These 4:Es bedarf der Identifikation und Entwicklung geeigneter Instrumente, um die Infrastrukturen der Zukunft zu finanzieren
These 5:Das Wissen und die Kompetenzen um treuhänderische Pflichten und die spezifische Verantwortung in der Finanzwirtschaft ist weiterzuentwickeln
These 6:Die Finanzwirtschaft in Deutschland sollte einen sichtbaren Beitrag leisten, um die globalen Nachhaltigkeitsziele zu erreichen
These 7:Integriertes Nachhaltigkeitsmanagement sollte selbstverständlicher Bestandteil unternehmerischen Verhaltens aller Marktakteure sein
These 8:Eine gute Berichterstattung ist eine wichtige Grundlage zur Bewertung gesellschaftlicher Beiträge von Wirtschaft und Finanzindustrie. Qualität, Verfügbarkeit und Vergleichbarkeit der Daten sind deutlich auszubauen
These 9:Nachhaltigkeitsaspekte müssen Eingang finden in die Risikokultur der Finanzwirtschaft

Die zehn Thesen des Hub for Sustainable Finance

Unser Beitrag zu Sustainable Finance

Die Hannoverschen Kassen sind bereits seit ihrer Gründung dem Primat der Nachhaltigkeit verpflichtet: Als Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit wollen wir Zukunft gestalten und Solidarität üben und dies in einem umfassenden Sinne von Nachhaltigkeit. Nachhaltiges Investieren der uns anvertrauten Versicherungsbeiträge ist damit für uns der zentrale Veränderungshebel zu einer nachhaltigen Wirtschaft und Gesellschaft. Konkret erfahrbar wurde dies in den vergangenen Jahren durch eine „Nachhaltigkeitsleitlinie für die Kapitalanlage.“ Detaillierte Ausschluss- und Positivkriterien für alle Assetklassen (Staats- und Bankanleihen, Aktien, Immobilien, Beteiligungen, Darlehen) werden seit Jahren bei allen Investments angewendet. Ausschlusskriterien wohnt aber die Intention des „Vermeidens“ inne: wir wollen durch unsere Investitionen am Kapitalmarkt nicht an Unternehmen der Rüstungs-, Atom- oder Gentechnikindustrie partizipieren. Uns ist dieser Aspekt des Vermeidens aber noch zu kurz gesprungen. Wir möchten vielmehr in den nächsten Jahren den Fokus darauf richten, unsere Kapitalanlage am Primat der Wirksamkeit im Hinblick auf eine nachhaltige Wirtschaft und Gesellschaft auszurichten. Als Treuhänder der Mitgliedsbeiträge verstehen wir unseren Auftrag, einerseits für sichere Renten zu sorgen und andererseits im Sinne unserer Mitglieder für eine gerechtere und nachhaltige Gesellschaft zu sorgen. Nachhaltigkeit soll Spuren hinterlassen! Eine neue Konkretisierung hat das Leitbild einer nachhaltigen Entwicklung durch die Agenda 2030 und die 17 Entwicklungsziele der Vereinten Nationen erfahren. Die Sustainable Development Goals (im folgenden SDGs) formulieren erstmals eine genaue Definition, welche gesellschaftlichen Ziele durch nachhaltiges Investment erreicht werden sollen. Sie stellen somit die globale Artikulation der dringlichsten Themen unserer Zeit dar und beschreiben damit auch für Finanzinvestoren relevante und materiell bedeutende Themen. Sie werden dadurch zum entscheidenden Part der treuhänderischen Verantwortung von Pensionskassen weltweit. Darüber hinaus sind sie aber auch aus einer Chancen- und Risikoperspektive relevant. Es ist anzunehmen, dass die SDGs und die mit ihnen adressierten Themen, wie z.B. Klimawandel, soziale Ungleichheit oder Umgang mit endlichen Ressourcen, in Zukunft eine stärkere Bedeutung erlangen. Diese adressierten Themen werden sicherlich Bestandteil zukünftiger Regulatorik sein ebenso werden sie in Finanzprodukten als potentielle systemische Risiken eingepreist. Gleichzeitig werden große Investitionen zunehmend in die Lösung unserer globalen Probleme geleitet, z.B. in Erneuerbare Energien, in eine nachhaltige Landwirtschaft oder in zukunftsfähige Städte und Infrastruktur. Als vorausschauender Investor, der sich frühzeitig aus Chancen- und Risikogesichtspunkten mit diesen Aspekten und mit einer dezidierten Haltung auseinander setzt, erwarten wir gewisse Vorteile. Die Hannoverschen Kassen haben den Ruf der internationalen Staatengemeinschaft nach Umsetzung der SDGs vernommen und wollen ihn – mit aller Begrenztheit unserer Mittel – annehmen und proaktiv umsetzen. Ziel ist es, im Austausch mit anderen progressiven Pensionskassen, die SDGs in die Kapitalanlagestrategie zu integrieren und zu messbaren Veränderungen beizutragen.